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Kein Interesse an Aufklärung über den Falschgeldsozialismus

Von GLR | 1.11.2019

Daß im Gros der deutschen Bevölkerung überhaupt kein Interesse an einer Aufklärung über den Falschgeldsozialismus besteht, zeigen ganz gut die Reaktionen auf einen Kommentar in dem gestrigen Artikel bei MM-News: US-Finanzsystem: Geldschwemme durch die Hintertür. Ich bin es schon seit Jahren leid, Leuten, die das nicht interessiert, die wahren Ursachen über den seit etwa zwanzig Jahren ablaufenden und sich nun immer mehr beschleunigenden Niedergang des Wohlstands und der politischen Kultur in diesem Land zu erklären. Nun müssen sie eben die Folgen ausbaden. (Wer nicht hören will, muß fühlen.)

Ich kopiere hier Passagen der Antworten des Users Ernst hinein, weil diese das eigentliche Problem sehr gut auf den Punkt bringen:

Die Lizenz zum Gelddrucken

Diese Praxis, die Sie den Unternehmen unterstellen, ist nur möglich, weil der Staat einer Zentralbank und Geschäftsbanken die Lizenz zur Geldschöpfung gegeben hat. Was Zentralbanken betreiben, ist "Geldsozialismus" (Roland Baader), und der führt, wie jeder Sozialismus, nach Jahrzehnten immer in die Verelendung.

Wenn man Ihnen die Lizenz zum Gelddrucken gegeben hätte, würden Sie auch Geld bis zum geht nicht mehr drucken. Das liegt nun mal in der Natur des Menschen. Menschen reagieren nun mal auf Anreize. Und Geld drucken zu dürfen, ist ein enormer Anreiz, es auch zu tun.

Sozialismus führt automatisch zur Verelendung

Daß Gelddrucken in der Natur des Menschen liegt, wurde von mir nicht behauptet. Und auch kein Ökonom der Österreichischen Schule behauptet das.

Daß der Sozialismus nicht funktionieren kann, hat u.a. Ludwig von Mises nachgewiesen.

Weil nämlich im Sozialismus Produktionsgüter in der Hand des Staates als Monopolist sind, gibt es keinen Markt für diese Güter und es können sich keine Preise dafür bilden. Daher ist im Sozialismus keine rationale Wirtschaftsrechnung möglich. Da die Finanzierung nicht mit Preisen bewerkstelligt wird, die andere auch zu zahlen ablehnen könnten, fehlt die Information der Knappheit. Erfolgt die Finanzierung mit Zwangsabgaben, fehlt diese Information. Die Bedrohten müssen bezahlen, sonst wird ihnen Schaden zugefügt; und weil die Knappheit so unbekannt bleibt, streiten die Politiker auch ständig, was wieviel gebraucht wird. Sie können es nicht wissen. Wo Sozialismus ist, herrscht eben Chaos.

Wo es systematischen Zwang gibt, wo es Staat gibt, da ist Chaos. Wo es systematischen Zwang gibt, da ist Chaos. Das ist nicht nur historisch so, sondern von vornherein aus ökonomischen Gründen.

Über Zinsen

Zinsen sind durch die Wertschöpfung gedeckt, andernfalls können sie nicht gezahlt werden.

Es gibt keinen sicheren Zins. Somit werden alle theoretischen Rechnungen, wie sie Ihren Betrachtungen zugrunde liegen, ad absurdum geführt.

Eine tief im menschlichen Wesen verankerte Eigenschaft ist die Zeitpräferenz. Diese bedeutet, daß Menschen eine frühere Befriedigung ihrer Wünsche einer späteren vorziehen und sie für den Verzicht, also das Sparen, eine Entschädigung erwarten.

Zudem sind Zinszahlungen nie sicher, daher erwarten Sparer zurecht auch für das Risiko, welches sie mit der Vergabe eines Kredits eingehen, ebenfalls eine Entschädigung, welche sich im Zins wiederfindet.

Ohne Zinsen lohnt sich das Sparen nicht. Das führt dazu, daß eine Industriegesellschaft von der Substanz lebt und in eine primitive Subsistenzwirtschaft fällt, weil die Produktionsgüter (das Kapital) verschleißen und sie unbrauchbar werden.

Er versucht hier noch den Lesern von MM-News, die man ja im Querschnitt eher als "regierungskritisch" einstufen könnte, die einfachsten Grundlagen einer funktionierenden Geldwirtschaft zu erklären. Aber das ist leider komplett vergebliche Liebesmüh. Die allgemeine Dummheit hat in den letzten Jahren, trotz aller Aufklärungsversuche, eher zu- statt abgenommen.

Die Informationen sind da, aber sie interessieren heute fast niemanden mehr. Da kann man dann nur noch schweigen.

Wie wenig die wahren Ursachen (und, wenn man sie erkennen würde, auch die eigentlichen Lösungsmöglichkeiten) noch von Interesse sind, erkennt man auch daran, daß alle größeren öffentlichen Videokanäle, die sich deutschland-freundlich geben, wie etwa der von Tim Kellner, Thorsten Schulte, Matthias Gärtner oder von Neverforgetniki (die anderen mag ich gar nicht mehr erwähnen, weil ich sie komplett unseriös finde), das Thema Falschgeld und Sozialismus nicht einmal in einzelnen Sätzen oder Worten in den Mund nehmen. Von der AfD ganz zu schweigen. Ein Peter Boehringer weiß zwar Bescheid, aber sowohl bei seinen Parteiansprachen als auch im Bundestag hält er dazu wohlweislich den Mund. Bejubelt werden dann Wahlergebnisse von über 20% für die AfD, erhofft werden mehr als 50%, aber eines ist ganz gewiß: Daß die wahren Hintergrunde auch dann niemals zur Sprache kommen werden und sich deshalb auch an den eigentlichen Ursachen nichts ändern wird. Es ist ja auch, wie gesagt, von der Bevölkerung gar nicht gewollt.

Da kann man hier nur sagen: Es lebe der Sozialismus, egal in welcher Spielart, auf daß der Staatssklave auf ewig ein Staatssklave bleiben werde!

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